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Dieser Text
stammt in weiten Teilen von Bertram Bach (www.pyroweb.de) und
wurde von uns ergänzt bzw. adaptiert.
Feuerwerke zu fotografieren ist eine etwas schwierige Sache: Versucht man es
selbst hinzubekommen wird wohl einige Zeit vergehen, bis man den erwünschten
Effekt erzielt.
Bis wir gute Ergebnisse erzielen konnten benötigte es vieler Versuche, bei denen wir
die ganze Palette - angefangen von Überbelichtung über Verwackler bis hin zu
Unterbelichtungen - durch hatten. Inzwischen gelingen uns Fotos von Feuerwerken bis
auf wenige Ausnahmen aber sehr gut. Jetzt möchten wir unsere Erfahrungen
weitergeben und damit den Einstieg für Interessierte etwas erleichtern. Dafür
haben wir auf dieser Seite eine kurze Anleitung für das Fotografieren von Feuerwerken
bereitgestellt. Nach dieser Anleitung wird man zunächst recht gute
Ergebnisse erzielen. Für wirklich gute Fotos reicht es aber nicht aus nur
eine "Anleitung" zu befolgen, vielmehr braucht man dafür sehr viel
Erfahrung, Übung als auch Gefühl für ein Feuerwerk.
Ausstattung
An Ausstattung braucht man zunächst einmal eine Kamera, die komplett
manuell einstellbar ist (Schärfe, Belichtungszeit, Blende). Dazu benötigt
man noch ein Stativ, einen 100er Film 21° (Kodak Gold) und einen Fernauslöser
für die Kamera um ein Verwackeln des Bildes zu vermeiden. Eine möglichst
geringe Brennweite des Objektivs hat den Vorteil auch größere Effekte
noch gut ins Bild zu bekommen. Noch besser sind natürlich Zoom-Objektive, bei
denen man am Anfang eines Feuerwerks, wo zunächst kleinere Effekte geschossen
werden, heranzoomen kann.
Standort
Das wichtigste Kriterium für gute Fotos ist ein guter Platz zum
fotografieren. Bereits tagsüber sollte man sich den Standort für das
Fotografieren des Feuerwerks suchen. Dieser muss nach Möglichkeit weit
entfernt von Lichtquellen wie Laternen usw. sein und möglichst einen direkten
Ausblick auf den Abbrennplatz bieten. Die Entfernung zum Abschussplatz sollte
ungefähr 300-500m betragen.
Kamera
Nachdem man einen guten Standpunkt gefunden hat kann man die Kamera
einrichten. Die Blende sollte man auf 5,6 bis 11 einstellen (5,6 ist noch genügend
um relativ dunkle Effekte wie Gold mit einzufangen, 11 hingegen schafft dies
nicht, bringt dafür aber gerade bei helleren Bomben nur den Effekt auf das Bild
und keinen störenden Rauch), das Objektiv muss auf unendlich scharf gestellt
werden. Der Abschussplatz sollte sich im unteren Bereich in der Mitte des
Sucher's befinden um auch Effekte die vom Boden ausgehen gut einzufangen.
Aufnahme
Wenn alles aufgebaut und eingestellt ist und das Feuerwerk endlich los geht,
ist es Geschmackssache wie lange man belichtet. Viele Varianten sind möglich,
nur ein einzelner Effekt oder eben gleich eine ganze Reihe von Effekten. Über
eine Überbelichtung braucht man sich keine großen Sorgen machen, dafür ist
die Blende zu hoch und die Empfindlichkeit des Filmes (100er Film 21°)
zu gering.
Entwicklung
Auch wenn es wesentlich praktischer ist matte Fotos zu haben, so sollte man
bei Feuerwerksfotos zu Gunsten der Farben doch lieber Glanz bestellen - der
Unterschied ist unglaublich! Erst mit der Glanz-Entwicklung entfalten die
Farben so richtig ihre Wirkung. Fast schon ein zweites Feuerwerk - aber eben nur
fast.
Belichtungsvarianten
Neben der hier beschriebenen
Methode (Langzeitbelichtung) zum fotografieren von Feuerwerken gibt es auch noch
die Variante der Momentbelichtung (z.B. 1/60s). Die Grafik unten macht es
deutlich: links Momentbelichtung, rechts Langzeitbelichtung. Der Unterschied:
Der Unterschied: Bei der Momentbelichtung hat man nur das Bild eines einzigen
Moments; bei der Langzeitbelichtung das "komplette" Bild.
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